Kratzer, graue Laufstraßen, Wasserränder vor der Balkontür: Viele Parkettböden in Schleiz, Plauen oder Hof sehen nach 20 Jahren müde aus. Rausreißen muss man sie deshalb fast nie. In den meisten Fällen reicht es, den Boden abzuschleifen und neu zu versiegeln. Danach sieht er aus wie frisch verlegt – für einen Bruchteil der Kosten.
Woran erkenne ich, dass mein Parkett geschliffen werden muss?
Nicht jeder matte Boden braucht gleich die Schleifmaschine. Oft reicht eine Grundreinigung und frisches Pflegeöl. Abschleifen lohnt sich, wenn eines davon zutrifft:
- Tiefe Kratzer – die Sie mit dem Fingernagel spüren
- Graue Laufstraßen – vor dem Sofa, im Flur, an der Tür
- Schutzschicht durch – das Holz wird bei Nässe sofort dunkel
- Wasserflecken – dunkel und tief eingezogen
- Neue Farbe – Sie wollen heller, dunkler oder geölt statt lackiert
Als Faustregel gilt: Ein Parkettboden in einem normal genutzten Wohnraum braucht alle 20 bis 30 Jahre einen neuen Schliff.
„Wer seinen Parkettboden regelmäßig grundreinigt und pflegt, kann sich das Schleifen oft sparen.“
– Christian Wachter, Parkettlegermeister
Wie das im Alltag geht, steht in unserem Ratgeber Parkett richtig pflegen.
Kann man jedes Parkett abschleifen?
Entscheidend ist die Nutzschicht – also die oberste Lage aus echtem Holz. Davon trägt jeder Schliff etwas ab.
- Massivparkett und Dielen – meist 6- bis 7-mal schleifbar
- Fertigparkett – je nach Nutzschicht 2- bis 3-mal
- Laminat und Vinyl – nicht schleifbar, die Oberfläche ist nur ein Dekor
Ob Ihr Boden noch genug Holz hat, sehen wir bei der Besichtigung an einer Kante, einem Heizungsrohr oder einer Übergangsschiene. Ein Fertigparkett, das schon zweimal geschliffen wurde, sagen wir Ihnen ehrlich ab, bevor wir durch die Nutzschicht schleifen.
Vorher: abgelaufene Oberfläche, graue Stellen, Kratzer. Nach dem Schliff steht oben im Titelbild derselbe Boden.
Wie läuft das Abschleifen ab?
1. Besichtigung
Wir kommen vorbei, prüfen Holzart, Nutzschicht und Zustand und klären mit Ihnen, ob geölt oder lackiert werden soll. Danach bekommen Sie ein schriftliches Angebot.
2. Raum vorbereiten
Der Raum muss leer sein. Fußleisten nehmen wir ab, wenn sie im Weg sind. Türen zu anderen Räumen kleben wir mit Folie ab.
3. Grob- bis Feinschliff
Wir schleifen in mehreren Gängen – erst grob, um alte Versiegelung und Kratzer abzutragen, dann immer feiner, bis die Fläche glatt ist. Die Maschine hängt dabei an einer Absaugung. Der Staub landet im Sack, nicht auf Ihren Schränken.
4. Kanten und Ecken
Am Rand, unter Heizkörpern und in Ecken kommt die große Maschine nicht hin. Dafür nehmen wir eine Randschleifmaschine und für die letzten Zentimeter Handarbeit.
5. Fugen kitten
Offene Fugen füllen wir mit Fugenkitt aus Schleifstaub und Bindemittel. So passt die Farbe genau zum Holz.
6. Versiegeln
Zum Schluss kommt Öl oder Lack auf den Boden – je nachdem, wie Sie leben und wohnen.
Parkett ölen oder lackieren – was ist besser?
Geölt wirkt natürlich und matt. Kleine Kratzer lassen sich später punktuell ausbessern, ohne den ganzen Raum neu zu schleifen. Dafür braucht der Boden ein- bis zweimal im Jahr frisches Pflegeöl.
Lackiert ist pflegeleichter und unempfindlicher gegen Flecken. Wird die Schutzschicht aber an einer Stelle beschädigt, lässt sie sich schlecht punktuell ausbessern.
Unsere Empfehlung: Wohnzimmer und Schlafzimmer eher ölen. Flur, Küche und vermietete Wohnungen eher lackieren.
Wie lange dauert Parkett abschleifen?
Ein Raum mit rund 25 m² ist in der Regel in zwei Tagen geschliffen und versiegelt. Danach braucht die Oberfläche Zeit:
- Begehbar – mit Socken nach etwa 24 Stunden
- Möbel zurück – vorsichtig nach 2–3 Tagen
- Teppiche – frühestens nach 1–2 Wochen
Bei mehreren Räumen arbeiten wir Raum für Raum. So bleibt der Rest der Wohnung nutzbar.
Wovon hängen die Kosten ab?
- Fläche – Raumgröße und Anzahl der Räume
- Zustand – wie tief Kratzer und Flecken gehen
- Ecken und Kanten – viel Randschliff kostet Zeit
- Oberfläche – Öl, Lack oder farbiges Öl
Abschleifen ist fast immer deutlich günstiger als ein neuer Parkettboden. Preise nennen wir nicht pauschal, weil jeder Raum anders ist. Nach einer kostenlosen Besichtigung bekommen Sie ein schriftliches Angebot – im Raum Tanna, Schleiz, Bad Lobenstein, Plauen, Hof und Zeulenroda.
Häufige Fragen
Kann ich Parkett selbst abschleifen?
Ja, und dafür vermieten wir auch Schleifmaschinen. Fragen Sie einfach nach, wenn Sie es selbst in die Hand nehmen wollen. Wichtig ist: Die Maschine darf nie stehen bleiben, sonst frisst sie eine Mulde ins Holz. Bei Fertigparkett mit dünner Nutzschicht ist der Boden dann oft verloren. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Boden das noch hergibt, schauen wir vorher kurz drauf.
Wie viel Dreck macht das?
Weniger, als die meisten denken. Wir schleifen mit Absaugung und kleben Türen ab. Feiner Staub lässt sich nie ganz vermeiden, aber Sie müssen danach nicht die ganze Wohnung putzen.
Kann man die Farbe des Bodens ändern?
Ja. Mit farbigem Öl lässt sich Eiche heller, grauer oder dunkler machen. Wir legen vorher eine Musterfläche an, damit Sie den Ton bei Ihrem Licht sehen.
Kann man während des Schleifens in der Wohnung bleiben?
Ja. Wir arbeiten Raum für Raum und mit Absaugung. Nur den Raum, in dem gerade versiegelt wird, sollten Sie bis zum nächsten Tag nicht betreten.
Wie oft kann man Parkett abschleifen?
Massivparkett und Dielen meist 6- bis 7-mal, Fertigparkett je nach Nutzschicht 2- bis 3-mal.
Geht das auch bei alten Dielen?
Ja, alte Dielen sind oft dankbar. Lose Bretter schrauben wir vorher nach, damit nichts mehr knarrt.
Sie sind unsicher, ob Ihr Boden noch zu retten ist? Schicken Sie uns zwei, drei Fotos – dann sagen wir Ihnen, ob sich ein Termin lohnt.